Der Monat Elul – eine Aufwärmphase für den Monat Tischri

Foto: privat

Die letzten Sommertage sind eine „Aufwärmphase“ für den Monat Tischri. Elul ist der Monat, in dem wir unsere seelischen Motoren für das nächste Jahr bereit machen. Im Elul erleben wir unsere erste Rückkehr zu G‘tt erneut: Nach dem Auszug aus Ägypten stieg Mosche dreimal auf den Berg Sinai. Beim ersten Mal, an das Schawuot erinnert, bekam er die Thora. Das zweite Mal bat er G‘tt um Vergebung, nachdem das jüdische Volk das goldene Kalb gemacht hatte. Am ersten Elul stieg Mosche ein drittes Mal auf den Berg, damit G‘tt das Volk gnädig wieder annehmen solle. Er blieb 40 Tage oben, den ganzen Elul hindurch bis Jom Kippur, als die Sünde „ausradiert“ wurde. So ist der Monat Elul eine besondere Zeit der Gnade – eine günstige Zeit für ernsthaftes Gebet, das leicht an G‘ttes Ohr dringt.

Als letzten Monat des jüdischen Jahres betrachten wir Elul traditionell als eine Zeit der Selbstprüfung und des Nach-innen-Schauens – Zeit für einen Rückblick auf unsere Taten und spirituellen Fortschritte des vergangenen Jahres und für die Vorbereitung der kommenden „Tage der Ehrfurcht“: Rosch Haschana (Neujahr) und Jom Kippur (Versöhnungstag).

Da Elul als Monat der G‘ttlichen Barmherzigkeit und Vergebung gilt, ist er ein sehr günstiger Zeitpunkt für Tschuwa (Rückkehr zu G‘tt), Tefilla (Gebet), Zedaka (Wohltätigkeit) und vergrößerte Ahawat Israel (Nächstenliebe unseren Mitjuden gegenüber) in der Suche nach Selbstverbesserung und Näherkommen zu G‘tt.
Text: Auszug aus Jüdische Info: Feiertage

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Über Jüdische Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen

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