Jüdische Kulturtage Göttingen 2022

aus Anlass des 20-jährigen Lehrhaus-Bestehens
vom 16. bis 19. Juni

Donnerstag, 16. Juni 2022

18:00   Begrüßung und kurzer Abriss der Geschichte des Lehrhauses, musikalisch umrahmt von François Lilienfeld

18:30   Jüdische KomponistInnen, präsentiert von Jiexu Li, Studentin der Meisterklasse Klavier von Prof. Zitterbart an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie spielt Stücke von Fanny Mendelssohn-Hensel sowie von Erwin Schulhoff und Viktor Ullmann, zwei in Nazi-Deutschland verfemten Komponisten. Dazu gibt es kurze Einführungen in deren Leben und Werk

Freitag, 17. Juni 2022

18:30   Offener G’ttesdienst – Kabbalat Schabbat mit Eva Tichauer Moritz *)

Samstag, 18. Juni 2022

10:30   Offener G’ttesdienst Schacharit Beha’alotcha mit François Lilienfeld *)

14:30   Tanzen mit Roxana Álvarez Tichauer (Gymnastik-Halle Lange Geismarstraße)

18:00   „Jüdische Dichterinnen und Schriftstellerinnen“ – Esther Heling-Hitzemann und Hinrich Lange lesen aus Werken der Gückel von Hameln, von Mascha Kaléko, Hannah Arendt und Ruth Klüger

Sonntag, 19. Juni 2022

11:00   Klezmer-Matinee mit François Lilienfeld und dem Ensemble Nochems Klesmoress.
Im osteuropäisch-jüdischen Schtetl war es für Mädchen verboten, ein Instrument zu spielen. Nochems Klesmoress nehmen Rache – eine reine Mädchen-Gruppe, nur der Arrangeur, Klavier- und Akkordeon-Spieler François Lilienfeld – in Göttingen ein alter Bekannter – ist männlich! Rund 80 Minuten präsentieren die Schweizer Musikerinnen osteuropäische Klezmer-Musik aus der Zeit vor der Wende zum 20. Jahrhundert.
Es spielen: Malina Tiulete, Louisa Normandin (Geige), Rahel Furrer (Cello), Jana Traut (Kontrabass), aus Göttingen Caroline Dahlem (Gesang und Blockflöte)

15:00   Programm zum Mitmachen, Tanzen und Singen mit Roxana Álvarez Tichauer sowie Wieland Ulrichs mit dem KlezPO vor dem Löwenstein auf der Rote Straße

         *) Aus organisatorischen und Platz-Gründen wird für die G’ttesdienste in der Synagoge im ersten Obergeschoss des Hauses Rote Straße 28 um eine Anmeldung per E-Mail ( jkggoe@gmail.com ) oder Fax ( 0551 – 63 23 64 ) bis Freitag 12 Uhr gebeten.

(Alle Veranstaltungen, sofern nicht anders angegeben, in der Begegnungsstätte Löwenstein)

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll!
Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, aber um eine Spende wird gebeten, damit auch künftig namhafte Referenten nach
Göttingen eingeladen werden können.

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Veranstaltungen Mai bis Juli 2022

Tag   Datum       Zeit        Bezeichnung                   Ort          Anmerkungen

So     01.05.22                   Rosch Chodesch 1                                                                             
Mo    02.05.22                   Rosch Chodesch 2                                                                                
Mi     04.05.22                   Jom ha-Sikaron                                                                                      
Do     05.05.22                   Jom ha-Azma’ut                                                                                     
Fr      06.05.22     18:30     Kabbalat Schabbat           Rote Straße 28          per ZOOM
Sa     07.05.22     10:30     Schacharit Kedoschim      Rote Straße 28          per ZOOM

Sa     14.05.22                   Emor                                                                                                      
So     15.05.22     16:00     Lehrhaus: Das sephardische Lied  Rote Straße 28           
Do     19.05.22                   Lag BaOmer                                                                                          
Fr      20.05.22     18:30     Kabbalat Schabbat                         Rote Straße 28          per ZOOM
Sa     21.05.22     10:30     Schacharit Behar                            Rote Straße 28          per ZOOM

Sa     28.05.22                   Bechukotaj Schabbat Mewarchim                                                         
So     29.05.22                   Jom Jeruschalajm                                                                                  
Di      31.05.22                   Rosch Chodesch                                                                                   

Juni
Fr      03.06.22     18:30     Kabbalat Schabbat                       Rote Straße 28          per ZOOM
Sa     04.06.22     10:30     Schacharit Bamidbar, S. Kallah, Erew Schawuoth   Rote Straße 28 per ZOOM
So     05.06.22                   Schawuoth 1, Jiskor                                                                              
Mo    06.06.22                   Schawuoth 2                                                                                          
Di      07.06.22                   Isru Chag                                                                                                

Sa     11.06.22                   Nasso                                                                                                     
Do     16.06.22     19:00     Jüdische Kulturtage Göttingen 2022 – 20 Jahre Lehrhaus Rote Straße 28          Thema noch offen
Fr      17.06.22     18:30     Kabbalat Schabbat                      Rote Straße 28          nach Möglichkeit live
Sa     18.06.22     10:30     Schacharit Beha’alotcha              Rote Straße 28          nach Möglichkeit live
So     19.06.22     10:30     Jüdische Kulturtage Göttingen 2022    Rote Straße 28   nach Möglichkeit live
Tanz, Musik, Mimachaktionen

Sa     25.06.22                   Schelach Lecha, Schabbat Mewarchim                                                
Mi      29.06.22                   Rosh Chodesh 1                                                                                    
Do     30.06.22                   Rosh Chodesh 2                                                                                  

Juli
Fr      01.07.22     18:30     Kabbalat Schabbat                 Rote Straße 28          nach Möglichkeit live
Sa     02.07.22     10:30     Schacharit Korach                  Rote Straße 28          nach Möglichkeit live

Sa     09.07.22                   Chukkat                                                                                                  

Fr      15.07.22     18:30     Kabbalat Schabbat                 Rote Straße 28          per ZOOM !
Sa     16.07.22     10:30     Schacharit Balak                    Rote Straße 28          per ZOOM !
So     17.07.22                   Fasten 17. Tamus (verschoben)                                    
Sa     23.07.22                   Pinchas, Schabbat Mewarchim                                                             
Fr      29.07.22                   Rosch Chodesch                                                                                   
Sa     30.07.22                   Matot-Masse                                                                                          

Termine ohne Uhrzeit und/oder ohne Ort sind nur als Hinweis gedacht!                                                                                                                               

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Jüdische Sicht auf die Sintflutgeschichte

Audio-Mitschnitt verfügbar

Die Veranstaltung mit Rabbiner Avraham Yitzchack Radbil aus Konstanz zu „Jüdische Sicht auf die Sintflutgeschichte“ wurde als ZOOM-Meeting präsentiert. Angesichts des guten Frühlingswetters hatten zahlreiche Interessierte im Vorfeld angefragt, die Ausführungen von Rabbiner Radbil später verfolgen zu können. Aus technischen Gründen ist leider nur eine Audio-Datei verfügbar, die erst nach den Begrüßungsworten des Rabbiners einsetzt. Deshalb hier die einleitenden Worte der ersten Vorsitzenden des Lehrhauses, Eva Tichauer Moritz:

<< Meine Damen und Herren,

erlauben Sie mir einige Worte vor dem Beginn des heutigen Lernnachmittags, auch um Sie gleichzeitig zu begrüßen:

Wir machen im Jüdischen Lehrhaus Göttingen und in der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen keine Politik, aber wir können angesichts der Massaker in der Ukraine nicht sprachlos bleiben.

Unsere Schwestern und Brüder, Ältere und Kinder – sie alle verzweifeln, und auch wir mit ihnen! Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, was es bedeutet, wenn der Partner verschwindet  und die Kinder ohne ein Elternteil versteckt werden müssen.

Helfen Sie uns, eine ukrainische Mutter mit zwei Kindern in den Räumen der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen zu beherbergen. Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen wird uns eine Familie zuweisen.

Wer kann, sollte mit den Menschen Deutschunterricht machen und viel sprechen, damit sie sich hier schnell einleben können, Kontakt mit ihnen aufnehmen, ihnen die Grundzüge der deutschen Kultur vermitteln und ihnen ganz allgemein das Leben etwas leichter machen!

Danke im Voraus im Namen des Jüdischen Lehrhauses Göttingen und der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen.

Bitte melden Sie sich bei uns!

Lieber Herr Rabbiner Radbil,

wir sind sehr dankbar und auch stolz, es geschafft zu haben, Sie – wenn auch nur per ZOOM vom wunderschönen Konstanz am Bodensee – zu gewinnen, uns die jüdische Sicht auf die Sintflutgeschichte zu vermitteln.

Meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

danke für die Teilnahme an diesem sehr interessanten Vortrag von Herrn Rabbiner Avraham Yitzchack Radbil, der angesichts der Widrigkeiten der Zeit nach überstandener Corona-Infektion uns nicht vor Ort in Göttingen besuchen kann – und das, nachdem der Vortrag bereits zweimal verschoben werden musste.

Aber jetzt sind wir beisammen und sehr glücklich, Sie als unseren Gast „drahtlos“ bei uns zu haben.

Rabbiner Radbil ist nach Jahren in der Osnabrücker Gemeinde nun seit Anfang 2020 Gemeinderabbiner der Synagogen-Gemeinde Konstanz. Er wurde 1984 in der Ukraine geboren und hat in Deutschland, England, den USA und Israel studiert. Er ist einer der beiden ersten in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg ordinierten orthodoxen Rabbiner.

Und nun: Viel Neues zur Sintflutgeschichte! >>

Die Audio-Aufzeichnung dauert etwa 90 Minuten und ist hier (als m4a-Datei) oder hier (als mp3-Datei) herunter zu laden.

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„Jüdische Sicht auf die Sintflutgeschichte“

Sonntag, 20. März 2022, 16 Uhr per ZOOM oder in der Begegnungsstätte als Übertragung auf Leinwand mit Rabbiner Avaraham Yitzchack Radbil, Konstanz

Im dritten Anlauf wird es wohl nun klappen, dass Rabbiner Radbil uns die jüdische Sicht auf die Sintflutgeschichte vermittelt. Allerdings wird diese Veranstaltung nicht vor Ort in der Begegnungsstätte Löwenstein stattfinden, sondern online per ZOOM. Rabbiner Radbil hat um diese verständliche Lösung gebeten, weil er nach überstandener Corona-Infektion nicht die doch umständliche Bahnreise vom Bodensee nach Göttingen antreten möchte.

Die Sintflut-Erzählung ist wahrscheinlich die einzige Geschichte, die es in fast allen Kulturen gibt. Zwar variieren die Details, aber fast immer geht es um Wassermassen, die wegen der Sünden der Menschen auf die Erde niedergingen. Nur eine einzige gerechte Familie blieb von der Sintflut verschont – von ihr stammen wir alle ab. Dieser Umstand ist auch in der heutigen Zeit für uns aktuell und von Bedeutung.

Nach rabbinischer Auffassung gelten alle Bestimmungender Tora ausschließlich für Angehörige des jüdischen Volkes – in diesem Zusammenhang wird auch vom „Joch der Tora“ gesprochen. Alle anderen Menschen hätten nur eine geringe Anzahl grundsätzlicher Regeln zu befolgen, die menschliches Zusammenleben ermöglichen. Gemäß dem Talmud gelten die Noachidischen Gebote als allgemeines religiöses und ethisches Recht für alle Menschen, unabhängig von jeder Religion oder staatlichen Ordnung.

Avaraham Yitzchack Radbil, lange Zeit in Osnabrück aktiv, wirkt seit Anfang 2020 als Gemeinderabbiner der Synagogengemeinde Konstanz. Er wurde 1984 in der Ukraine geboren und hat in Deutschland, England, den USA und Israel studiert. Er ist einer der beiden ersten in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg ordinierten orthodoxen Rabbiner.

Die Zugangsdaten für ZOOM lauten: https://us02web.zoom.us/j/6571956167?pwd=d3h0VzBwZTJvWFBibnFMTnB5bHVRZz09 – Meeting-ID: 657 195 6167 – Kenncode: 387200. Es ist zudem geplant, dass in der Begegnungsstätte Löwenstein der Vortrag und die sich anschließende Diskussion auf eine Leinwand übertragen werden.f eine Leinwand übertragen werden.

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Veranstaltungen Januar bis April 2022

DatumZeitBezeichnungOrtAnmerkungen
01.01.22 Schacharit Wa’era, Schabbat Mewarchim  
   
03.01.22 Rosch Chodesch  
    
07.01.2218:30Kabbalat SchabbatRote Straße 28per ZOOM
08.01.2210:30Schacharit BoRote Straße 28per ZOOM
    
15.01.22 Beschalach, Sch. Schira  
16.01.2216:00Lehrhaus?Rote Straße 28 
17.01.2216:00Tu Bischwat
    
21.01.2218:30Kabbalat SchabbatRote Straße 28per ZOOM
22.01.2210:30Schacharit JitroRote Straße 28per ZOOM
    
29.01.22 Mischpatim  
     
01.02.22 Rosch Chodesch 1  
02.02.22 Rosch Chodesch 2  
     
04.02.2218:30Kabbalat SchabbatRote Straße 28per ZOOM
05.02.2210:30Schacharit TerumaRote Straße 28per ZOOM
     
12.02.22 Tezawe  
     
18.02.2218:30Kabbalat SchabbatRote Straße 28per ZOOM
19.02.2210:30Schacharit Ki TissaRote Straße 28per ZOOM
     
26.02.22 Wajakel, Paraschat Schekalim, Schabbat Mewarchim  
     
03.03.22 Rosch Chodesch 1  
04.03.2218:30Kabbalat Schabbat, Rosch Chodesch 2Rote Straße 28per ZOOM
05.03.2210:30Schacharit PekudeRote Straße 28per ZOOM
     
10.03.22 Todestag Moses  
     
12.03.22 Wajikra  
     
16.03.22 Fasten Esther  
17.03.22 Purim  
18.03.2218:30Kabbalat SchabbatRote Straße 28per ZOOM
19.03.2210:30Schacharit ZawRote Straße 28per ZOOM
20.03.2216:00Lehrhaus mit Rabbiner Radbil?Rote Straße 28Noch offen
     
26.03.22 Schemini, Paraschat Parah, Schabbat Mewarchim  
     
01.04.2218:30Kabbalat SchabbatRote Straße 28per ZOOM
02.04.2210:30Schacharit Tasria, Paraschat Hachodesch, Rosch ChodeschRote Straße 28per ZOOM
     
09.04.22 Mezora, Schabbat Ha’gadol  
     
15.04.2218:30Erew Pessach, 1. SederRote Straße 28
16.04.2210:301. Tag Pessach, 2. SederRote Straße 28evtl. per ZOOM
17.04.22 1. Omer  
18.04.22 2. Omer, Chol Hamoed 1  
19.04.22 3. Omer, Chol Hamoed 2  
20.04.22 4. Omer, Chol Hamoed 3  
21.04.22 5. Omer, Chol Hamoed 4  
22.04.22 6. Omer, 7. Tag PessachRote Straße 28evtl. per ZOOM
23.04.2210:307. Omer, 8. Tag Pessach, JiskorRote Straße 28evtl. per ZOOM
24.04.2210:30Isru Chag  
     
28.04.22 Jom ha-Schoa  
     
30.04.22 Achare-mot, Schabbat Mewarchim  
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Lange Nacht der Erinnerung

am 9. November 2021 um 19:30 Uhr
im Löwenstein, Rote Straße 28 (Innenstadt)

nach der Gedenkstunde am Mahnmal der ehemaligen Synagoge (18 Uhr)

Geplant war im Nachgang zur ZOOM-Veranstaltung des Vorjahres erneut ein Treffen mit Michael Fürst, derzeit Präsident des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., zur Rolle des Verbandes in Niedersachsen. Leider muss dieses Treffen ausfallen.
Stattdessen wird uns zur geplanten Zeit und hoffentlich am geplanten Ort Anton Grüber, Vorstandsmitglied des Jüdischen Lehrhauses Göttingen e.V., über die Geschichte des Hauses Rote Straße 28 und seine Bedeutung für das jüdische Leben in Göttingen informieren.

Das Haus der Familie Löwenstein – nach der die Begegnungsstätte der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V. benannt ist – wurde unter den Nationalsozialisten nach der Pogromnacht 1938 Mitte des Jahres 1942 arisiert. Es erfuhr davor und danach eine wechselvolle Geschichte.

So residierte bereits in den 1920-er Jahren eine orthodoxe Austrittsgemeinde in dem Haus. Diese baute im Keller die einzige bekannte Mikwe (Ritualbad) Göttingens. Im 1. Obergeschoss richtete sich die kleine Gemeinde eine Wohnungssynagoge ein – so wie im Jahr 2008 die Jüdische Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V. als zweite jüdische Gemeinde in Göttingen.

Wegen der derzeit wachsenden Corona-Inzidenzen im Landkreis Göttingen steht derzeit noch nicht fest, ob die Veranstaltung vor Ort im Löwenstein – evtl. mit Führung durch Teile des Hauses – oder per ZOOM stattfinden kann/muss. Bei einer Präsenz-Veranstal­tung gelten auf jeden Fall die 3G-Regeln und die Mund-Nasenschutz-Pflicht.

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll!
Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, aber um eine Spende wird gebeten, damit auch künftig namhafte Referenten nach Göttingen eingeladen werden können.

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Termine Oktober bis Dezember 2021

TagDatumZeitBezeichnungOrtAnmerkungenEingang-Ausgang
Fr01.10.2118:30Kabbalat SchabbatRote Straße 2818:40
Sa02.10.2110:30Bereschit Schabbat MewarchimZOOM 19:45
       
Mi06.10.21 Rosch Chodesch I   
Do07.10.21 Rosch Chodesch II   
       
Sa09.10.21 Noach   
       
Fr15.10.2118:30Kabbalat SchabbatZOOMRab. Pal 18:09
Sa16.10.2110:30Lech LechaZOOMRab. Pal 19:15
So17.10.2116:00Lernnachmittag mit Dr. EngsterRote Straße 28  
       
So24.10.21 Wajera   
       
Sa30.10.21 Chaje Sarah Schabbat Mewarchim   
       
Fr05.11.2118:30Kabbalat Schabbat   Rosch ChodeschRote Straße 28Rab. Pal 16:28
Sa06.11.2110:30ToldotRote Straße 28Rab. Pal 17:37
       
Di09.11.2119:30Lange Nacht der ErinnerungRote Straße 28Präsident Fürst 
       
Sa13.11.21 Wajeze   
       
Fr19.11.2118:30Kabbalat SchabbatRote Straße 28Rab. Pal 16:07
Sa20.11.2110:30WajischlachRote Straße 28Rab. Pal 17:20
       
Sa27.11.21 Wajeschew Schabbat Mewarchim   
So28.11.21 Erew Chanukka   
Mo29.11.21 1. Tag Chanukka   
Di30.11.21 2. Tag Chanukka   
Mi01.12.213. Tag Chanukka  
Do02.12.214. Tag Chanukka  
Fr03.12.2118:30Kabbalat Schabbat              5. Tag ChanukkaRote Straße 28Rab. Pal 15:55
Sa04.12.2110:30Mikez  Rosch Chodesch I    
6. Tag Chanukka
Rote Straße 28Rab. Pal 17:10
So05.12.2118:00Rosch Chodesch II              
7. Tag Chanukka
Rote Straße 28Lichtzünden und Konzert 
Mo06.12.21 8. Tag Chanukka   
       
Sa11.12.21 Wajigasch   
       
Fr17.12.2118:30Kabbalat SchabbatRote Straße 28Rab. Pal 15:53
Sa18.12.2110:30WajechiRote Straße 28Rab. Pal 17:11
       
Sa25.12.21 Schemot   
       

Termine ohne Zeit und/oder ohne Ort sind nur als Hinweise zu verstehen (keine gemeindlichen Veranstaltungen)

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Termine Juni bis September

Juni
Fr     04.06.21   18:30   Kabbalat Schabbat                            per ZOOM mit Rab. Pal
Sa    05.06.21   10:30   Schacharit Schelach Lecha, Sch. Mewarchim per ZOOM mit Rab. Pal
Do   10.06.21               Rosh Chodesh 1
 Fr    11.06.21               Rosh Chodesh 2
Sa    12.06.21               Korach                                                                                         
Mi    16. bis 20.06.21   Jüdische Kulturtage – 19. Jahre Jüdisches Lehrhaus  
Fr    18.06.21   18:30   Kabbalat Schabbat                                      
Sa    19.06.21   10:30   Schacharit Chukkat
So    20.06.21   16:00   Konzert ‚Hevenu Shalom‘
Sa    26.06.21               Balak                                                                                                    
So    27.06.21               Fasten 17. Tamus  

Juli                                                                                                                 
Sa    03.07.21               Pinchas, Schabbat Mewarchim                                                           
Sa    10.07.21               Matot-Masse, Rosh Chodesh 
Fr     16.07.21   18:30   Kabbalat Schabbat
Sa    17.07.21   10:30   Schacharit Dewarim, Schabbat Chason 
So    18.07.21      Fasten 9. Aw
Sa    24.07.21               Wa’etchanan, Schabbat Nachamu  
Sa    31.07.21               Ekew  

August
Fr     06.08.21   18:30   Kabbalat Schabbat 
Sa    07.08.21   10:30   Schacharit Re’eh, Schabbat Mewarchim
So    08.08.21               Rosh Chodesh 1 
Mo   09.08.21               Rosh Chodesh 2
Sa    21.08.21               Ki Teze
Fr     27.08.21   18:30   Kabbalat Schabbat
Sa    28.08.21   10:30   Ki Tawo, Slichot-Askenasim 

September
Do   02.09.21              Erschaffung der Welt 
Sa    04.09.21               Nizzawim

Hohe Feiertage  Genaues Programm folgt 
Mo    06.09.21   19:00   Erew Rosch Haschana 5782
Di      07.09.21   10:30   1. Tag Rosch Haschana 
Mi     08.09.21   10:30   2. Tag Rosch Haschana 
Do    09.09.21               Fasten Gedalja  
Sa    11.09.21               Wajelech, Schabbat Shuwah 
So 12.09.21 Vortrag Kantor Lilienfeld:
200. Geburtstag Louis Lewandowski
Mi     15.09.21   19:00   Erew Jom Kippur 
Do    16.09.21   10:30   Jom Kippur, Jiskor 
Fr     17.09.21   18:30   Kabbalat Schabbat  
Sa    18.09.21               Ha’asinu 

Mo    20.09.21   17:00   Erew Sukkot, mit Grillen im Garten
Di     21.09.21               1. Tag Sukkot 
Mi     22.09.21               2. Tag Sukkot 
Do    23.09.21               Chol Hamoed 1
Fr     24.09.21               Chol Hamoed 2
Sa    25.09.21               Chol Hamoed 3
So    26.09.21               Chol Hamoed 4
Di     28.09.21   19:00   Schemini Azereth, Jiskor 
Mi     29.09.21              Simchat Tora 
Do    30.09.21               Isru Chag    

Termine ohne Uhrzeit: Nur zur Information                                                                                                                            

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Wir trauern mit den Opfern

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„Gedenken an Ruth Klüger“

am 18. April 2021 um 16 Uhr per ZOOM aus der Begegnungsstätte Löwenstein
mit Dr. Hermann Engster

Noch immer hält uns die Corona-Pandemie im Bann. Gleichwohl wollen wir jetzt versuchen, per ZOOM einen Vortrag von Dr. phil. Hermann Engster zu erleben. Der Referent wirkt derzeit als Dozent für Literatur und Musik an der Universität des dritten Lebensalters in Göttingen.

Ruth Klüger ist in der Nacht vom 5. zum 6 Oktober in Irvine, Kalifornien, im Alter von 88 Jahren verstorben. Sie war Wienerin, Amerikanerin, Göttingerin. Und Jüdin. 1931 in Wien geboren, erlebte sie dort schon früh den Antisemitismus. Bereits als Kind entwickelte sie eine Leidenschaft zur Literatur, lernte Gedichte von Goethe, Heine und ganze Schiller-Balladen auswendig. Als Elfjährige wurde sie mit ihrer Mutter ins KZ Theresienstadt deportiert, danach nach Auschwitz.

Das Memorieren der Gedichte half ihr, das quälende Appellstehen auszuhalten und ihr die Hoffnung auf eine bessere Welt zu bewahren. Den Gaskammern entging sie, weil eine Schreiberin ihr riet, sich statt als 12-jährig als 15-jährig auszugeben, um als arbeitsfähig eingestuft zu werden.

Auf den Todesmärschen in andere KZs vor Kriegsende gelang Mutter und Tochter die Flucht. Danach emigrierten sie in die USA. Ruth Klüger studierte Germanistik, lehrte als Professorin in Princeton/New Jersey und Irvine/Kalifornien; 1988 erhielt sie eine Gastprofessur in Göttingen.

Göttingen wurde ihr zu einer zweiten Heimat. Hier schrieb sie ihre Erinnerungen mit dem Titel „weiter leben. Eine Jugend“. Das Buch, von Suhrkamp als „unliterarisch“ abgelehnt, erschien im damals kleinen Wallstein-Verlag, der davon 300.000 Exemplare verkaufte. Gewidmet hat sie das Buch ihren „Göttinger Freunden“.

Als Literaturwissenschaftlerin und Schriftstellerin erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in Irvine. Dieser eindrucksvollen und verehrungswürdigen Frau soll in diesem Vortrag gedacht werden.

Ab 15:45 Uhr besteht die Möglichkeit, sich am ZOOM-Meeting anzumelden. Bitte schalten Sie dazu Ihr Mikrofon ab, um den Vortrag nicht zu stören; natürlich besteht anschließend die Möglichkeit, mit dem Referenten zu diskutieren:

https://us02web.zoom.us/j/82277236531?pwd=YVhRVGlNOFZhNmsrUmNWclpLN2YvUT09
Meeting-ID: 822 7723 6531 – Kenncode: 161388

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Aktuelle Änderungen

Wegen der Beschränkungen angesichts der Corona-Pandemie müssen die November-Veranstaltungen in der Begegnungsstätte Löwenstein ausfallen. Betroffen sind folgende Termine:

9. November 2020: Lange Nacht der Erinnerung
Die Veranstaltung am Mahnmal ist als „Demonstration“ angemeldet. Eine Entscheidung liegt aber noch nicht vor
11. November 2020: Jiddische Lieder
15. November 2020: Konzert mit Monica Guttman und Ramón Jaffé

Ersatztermine sind noch nicht vereinbart.

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„Emmanuel Levinas – Ethik und Religionsphilosophie“

18. Oktober 2020, 16 Uhr im Löwenstein, Rote Straße 28, Innenstadt

Unser Referent Rüdiger Pürschel stellt in seinem Vortrag den biographischen und den philosophischen Weg des Buchhändlersohns Emmanuel Levinas (1906–1995) aus Kaunas im heutigen Litauen vor. Levinas wurde in Frankreich ein bedeutender Ethiker. Er beschäftigte sich zeitlebens lesend und schreibend mit dem Talmud.

Wie wuchs er auf, zwischen den Werken des russischen Dichters Alexander Puschkin und der Tora – den fünf Büchern Moses – dem ersten Teil des Tanach, der hebräischen Bibel? Welche Studien ließen ihn in Paris zum Philosophen, bereits ab 1930 französischer Staatsbürger, reifen? Und welche Wehrlosigkeit setzte ihm zu, so dass er zum Autor bedeutender Schriften mit ganz eigenen Ansätzen und Schreibweisen wurde?

In Vortrag und Gespräch wird der Referent mit uns diesen Fragen nachgehen. Biographische und autobiographische Texte werden herangezogen. Kurze Auszüge aus seinen Essays und Abhandlungen werden in deutscher Sprache vorgestellt.

Mit einer Magisterarbeit über Paul Celan (Todesfuge, Corona) beschloss Rüdiger Pürschel sein Studium in Göttingen. Als Landesstatistiker in Hannover war er u.a. mit der empirischen Realität von Massentierhaltung und Flächenverbrauch befasst. Daneben schrieb er Kolumnen. Zeitgeschichtliche Perspektiven waren und sind von Interesse; auch dann, wenn sie die traumatische Wahrnehmung Einzelner, die ja nie nur einzelne sind, einbeziehen.

Wegen der Corona-Pandemie wird der Lernnachmittag mit Abstand bei guter Durchlüftung in der Begegnungsstätte Löwenstein stattfinden. Es wird gebeten, die markierten Plätze mit Mund-Nasenschutz-Maske einzunehmen. Die Erfahrung der vergangenen Monate hat gezeigt, dass die Fläche des Löwenstein ausreichend für einen solchen Lernnachmittag ist.

Das am 16. Juni 2020 ausgefallene Konzert anlässlich des 18. Jahrestages der Lehrhaus-Gründung mit Monica Guttman und Ramón Jaffé – zwei international renommierten Solisten und Kammermusikern – soll am Sonntag, 15. November 2020 nachgeholt werden. Sollten dann noch Abstands- und Besuchermengenregelungen gelten, wird das Programm – so haben es die Künstler selbst angeboten – nach einer angemessenen Pause zweimal gespielt.

Einmal im Monat – meistens am zweiten Mittwoch – bietet Wieland Ulrichs mit Freunden des KlezPo einen „Liederabend“ im Löwenstein an. Vorgestellt wird jeweils ein jiddischer Song. Treffen abends um 20 Uhr. Jetzt am 14. Oktober.

Der jüdisch-christliche Kalender für 2021 ist in Vorbereitung. Er umfasst das komplette jüdische Jahr 5781 sowie die ersten Monate 5782. Der Kalender ist ab Ende Oktober gegen eine Mindestspende in Höhe von 1 EUR pro Stück bei den Innenstadtbuchhandlungen Hertel und Roter Buchladen sowie in der Begegnungsstätte Löwenstein erhältlich.

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Programm Oktober bis Dezember

Tag   Datum       Zeit        Bezeichnung                               Ort                         Anmerkungen      Eing.  Ausg.

Fr      02.10.20     18:30     Erew Sukkot                                          Rote Straße 28      Garten Grillen       18:37
Sa     03.10.20     10:30     1. Tag Sukkot                                          Rote Straße 28      Garten Sukka                 19:42
So     04.10.20                   2. Tag Sukkot
Mo    05.10.20                   Chol Hamoed 1
Di      06.10.20                   Chol Hamoed 2
Mi     07.10.20                  Chol Hamoed 3
Do     08.10.20                   Chol Hamoed 4
Fr      09.10.20                   Hoschana Rabba                                                                                                     18:21
Sa     10.10.20     10:30     Schemini Azereth Jiskor;
18:30 Simchat Tora Rote Straße 28                                    19:27
So     11.10.20                   Simchat Tora
Mo    12.10.20                   Isru Chag
Fr      16.10.20     18:30     Kabbalat Schabbat                               Rote Straße 28                                     18:06
Sa     17.10.20     10:30     Bereschit Schabbat Mewarchim        Rote Straße 28                                              19:12
So     18.10.20     16:00     Lehrhaus: Emmanuel Levinas           Rote Straße 28    Rüdiger Pürschel
Fr      06.11.20     18:30     Kabbalat Schabbat                               Rote Straße 28                                     16:26
Sa     07.11.20     10:30     Wajera                                                     Rote Straße 28                                              17:35
Mo    09.11.20     19:30     Lange Nacht der Erinnerung;           Rote Straße 28    noch offen wg. Corona
                            18:00     Mahnmal: Reichspogromnacht
So     15.11.20     16:00     Konzert Guttman & Jaffé; evl. zusätzl. 18:00   Rote Straße 28    Zentralrat der Juden Kultur
Fr      20.11.20     18:30     Kabbalat Schabbat                               Rote Straße 28                                    16:06
Sa     21.11.20     10:30     Toldot                                                       Rote Straße 28                                               17:18
Fr      04.12.20     18:30     Kabbalat Schabbat                               Rote Straße 28                                     15:55
Sa     05.12.20     10:30     Wajischlach                                            Rote Straße 28                                               17:10
Do    10.12.20     19:00     Erew Chanukka; Film mit StudentenRote Straße 28   
Fr      11.12.20                   1. Tag Chanukka                                                                                                      15:53
Sa     12.12.20                    2. Tag Chanukka Wajeschew Mewarchim                                                                       17:09
So     13.12.20     17:00     3. Tag Chanukka Feier mit Lehrhaus  Rote Straße 28 
Mo    14.12.20                   4. Tag Chanukka
Di      15.12.20                   5. Tag Chanukka
Mi      16.12.20                  6. Tag Chanukka
Do     17.12.20                   7. Tag Chanukka
Fr      18.12.20     18:30    Kabbalat Schabbat / 8. Tag Chanukka Rote Straße 28                                   15:54
Sa     19.12.20     10:30     Mikez                                                          Rote Straße 28                                               17:11
Fr      25.12.20                   Fasten 10. Tewet                                                                                                     15:57      17:15

Termine ohne Zeit- und/oder Ortsangabe: Nur zur Information

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„Bedeutung der Hohen Feiertage“

Am Wochenende 18. bis 20. September feiern jüdische Menschen weltweit Rosch Haschana, das Neujahrsfest. Es ist zugleich Auftakt der Hohen Feiertage, die mit Jom Kippur, dem Versöhnungstag, am 28. September nach zehn Tagen der Buße und Einkehr zu Ende gehen. Am 20. September wird die Referentin, zugleich Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen sowie des Vereins Jüdisches Lehrhaus Göttingen, uns anhand von historischen und aktuellen Beispielen die Bedeutung dieser Zeitspanne vermitteln.

Wegen der Corona-Pandemie wird der Lernnachmittag mit Abstand bei guter Durchlüftung in der Begegnungsstätte Löwenstein stattfinden. Es wird gebeten, die markierten Plätze mit Mund-Nasenschutz-Maske einzunehmen. Die Erfahrung der vergangenen Monate hat gezeigt, dass die Fläche des Löwenstein ausreichend für einen solchen Lernnachmittag ist.

Der inzwischen traditionelle Kalender des Lehrhauses ist für die Bearbeitung durch die Druckerei fertig gestellt. Leider ist es in diesem Jahr nicht möglich, die Auslieferung rechtzeitig zu den Hohen Feiertagen vorzunehmen.

Die Verantwortlichen des Vereins Jüdisches Lehrhaus Göttingen freuen sich, nach der langen Corona-bedingten Pause – seit März fielen alle geplanten Veranstaltungen aus – wieder einen Lernnachmittag anbieten zu können.

Das am 16. Juni 2020 ausgefallene Konzert anlässlich des 18. Jahrestages der Lehrhaus-Gründung mit Monica Guttman und Ramón Jaffé – zwei international renommierten Solisten und Kammermusikern – soll am Sonntag, 15. November 2020 nachgeholt werden. Sollten dann noch Abstands- und Besuchermengenregelungen gelten, wird das Programm – so haben es die Künstler selbst angeboten – nach einer angemessenen Pause zweimal gespielt.

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Veranstaltungen September 2020

 Tag  Datum   Zeit   Bezeichnung    Ort                     Eing.  Ausg.

Fr     28.08.20  18:30  Kabbalat Schabbat Rote Straße 28   19:57
Sa    29.08.20  10:30  Ki Teze                    Rote Straße 28                   21:06
Mo   14.09.20              Erschaffung der Welt
Fr    18.09.20  18:30  Erew Rosch Haschana 5781    Rote Straße 28    19:09
Sa     19.09.20  10:30  Rosch Haschana / Taschlich    Rote Straße 28                   20:15
So        Gebet für die Verstorbenen     verschoben auf 27.9.20     
So     20.09.20  16:00  Lehrhaus: Bedeutung Hohe
Feiertage im Judentum    Rote Straße 28 
Mo    21.09.20             Fasten Gedalja
Fr      25.09.20 18:30  Kabbalat Schabbat Rote Straße 28    18:53
Sa      26.09.20 10:30  Ha’asinu                  Rote Straße 28      19:59
So     27.09.20  14:00  Gebet für die Verstorbenen     Jüdischer Friedhof Änderung     
So     27.09.20  18:30  Kol Nidrei Erew Jom Kippur  Rote Straße 28 
Mo    28.09.20  10:30  Jom Kippur Jiskor;
abends Anbeißen                     Rote Straße 28  

Termine ohne Ortsangabe: Nur zur Information

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Veranstaltungen Mai bis August

Die nachfolgenden Termine stehen unter dem Vorbehalt einer Öffnung der Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Bereits abgesagte Termine sind gekennzeichnet. Für die Teilnahme an Gemeindeveranstaltungen (G’ttesdienste etc.) ist keine telefonische Anmeldung erforderlich.

Mai

  • Fr   01.05.2020  18:30  Kabbalat Schabbat      – entfällt
  • Sa   02.05.2020  10:30  G’ttesdienst Achare-Mot, Kedoschim    – entfällt
  • Fr   08.05.2020  18:30  Pessach Scheni mit Seder-Feier
  • Sa 09.05.2020 10:30 G’ttesdienst Emor
  • Di   12.05.2020  19:00  Lag BaOmer   – im Garten mit Grillen
  • Fr   15.05.2020  18:30  Kabbalat Schabbat    Pal
  • Sa   16.05.2020  10:30  G’ttesdienst Behar, Bechukotaj
  • So   17.05.2020  16:00  Lehrhaus: Das sephardische Lied  –  entfällt             
  • Fr   22.05.2020  18:00  Jom Jeruschalajm mit Kabbalat Schabbat
  • Do  28.05.2020  19:00  Erew Schawuoth
  • Fr   29.05.2020  18:30  Schawuoth 1
  • Sa   30.05.2020  10:30  Schawuoth 2; Jiskor

Juni 

  • Fr   05.06.2020  18:30  Kabbalat Schabbat
  • Sa   06.06.2020  10:30  Nasso

Die  Jüdischen Kulturtage 2020 entfallen.
Das Festkonzert anlässlich des 18. Gründungstages des „Jüdisches Lehrhaus Göttingen e.V.“  findet am 15. November 2020 statt.

Juli

  • Fr    03.07.2020  18:30  Kabbalat Schabbat
  • Sa   04.07.2020  10:30  G’ttesdienst Chukkat-Balak
  • So   12.07.2020  08:00  Exkursion zum sephardischen Friedhof Hamburg                                 entfällt   
  • Fr   17.07.2020  18:30  Kabbalat Schabbat
  • Sa   18.07.2020  10:30  G’ttesdienst Matot-Masse, Schabbat Mewarchim
  • Fr    31.07.2020  18:30  Kabbalat Schabbat

August

  • Sa   01.08.2020  10:30  G’ttesdienst Wa’etchanan; Schabbat Nachamu
  • Fr   07.08.2020  18:30  Kabbalat Schabbat
  • Sa   08.08.2020  10:30  G’ttesdienst Ekew
  • Fr   21.08.2020  18:30  Kabbalat Schabbat / Rosch Chodesh 2
  • Sa   22.08.2020  10:30  Schoftim
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„Musik – Speise – Trank“: Chanukka – Vor dem Fest


Konzert mit Alex Jacobowitz
am 15. Dezember 2019 um 16 Uhr im Löwenstein, Rote Straße 28, Göttingen

Die Konzerte von Alex Jacobowitz sind immer mehr als Musik. Die Kommunikation mit dem Publikum ist ein elementarer Teil seiner Auftritte. Seine Geschichten geben Einblicke in die jüdische Kultur, aber auch in das Leben als jüdischer Straßenkünstler. Mit Witz und Humor erreicht er jeden, besonders auch junge Zuhörer. Sein jüdisches Solo-Programm umfasst Klezmer und israelische Musik, liturgische Werke oder jiddische Volkslieder. Er wurde 1960 in New York geboren und studierte Schlagzeug an der Ithaca School of Music (New York). Nach einem Jahr mit dem Jerusalem Symphony Orchestra ließ er das Leben als Orchestermusiker hinter sich und ist seitdem auf der ganzen Welt als Solist tätig und der jüdischen Tradition der fahrenden Musiker, der Klezmorim, folgend.

Beim letzten Lernnachmittag des Jahres gibt es neben der Musik aber auch typische Chanukka-Speisen. Das achttägige jüdische Lichterfest beginnt zwar erst eine Woche später, aber zur Einstimmung auf „Weihnukka“ mit vielen Informationen, typischen Speisen und Getränken sollte der dritte Advents-Sonntag gerade rechtzeitig sein. Das Konzert wird dank der Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland ermöglicht; für das Weihnukka-Menü und die Getränke wird ein Teilnehmer-Beitrag in Höhe von 25 EUR (ermäßigt 20 EUR) erhoben.
Zur Vorbereitung des Menüs ist eine Anmeldung während der Öffnungszeiten des Löwenstein bis Sonnabend (14. Dezember) 19 Uhr erforderlich:
Tel.: 0551 – 99 72 85 58 oder 0172 – 5 61 68 70

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Ein sephardisches Lied im historischen Zusammenhang

am 15. Mai 2022 um 16 Uhr mit dem KlezPO und Wieland Ulrichs

Nach langer Corona-Pause und einigen Online-Veranstaltungen hoffen die Verantwortlichen des Jüdischen Lehrhauses endlich auf einen aktuellen Lernnachmittag in der Begegnungsstätte Löwenstein. Dann stellt das Klezmer-Projekt-Orchester – KlezPO – unter der Leitung des in der Göttinger Musikszene wohlbekannten Wieland Ulrichs das sephardische Liebeslied „La rosa enflorece“ vor. Zudem sorgen weitere Musikbeispiele wie ein argentinischer Walzer sowie Instrumentalfassungen eines türkischen und eines arabischen Liedes für eine unterhaltsame Abwechslung.

Der Referent ist staatlich geprüfter Musikerzieher und seit über 40 Jahren in der Universitätsstadt aktiv. So hat er neben weiteren Aktivitäten im Jahr 2005 das KlezmerProjektOrchester aufgebaut, das seither über 120 Konzerte in Göttingen, Goslar, Bad Nauheim, Berlin, Northeim, Hann. Münden und weiteren Orten gegeben hat.

Im Rahmen des Vortrages informiert Ulrichs über den geschichtlichen Hintergrund und die Wanderung der Sepharden sowie ihre Sprache Ladino („Judeoespañol“). Im Modell wird zudem die zweitgrößte sephardische Synagoge Europas in Sofia vorgestellt.

Und zum Abschluss – vor oder nach Fragen zum Vortrag und einer lebhaften Diskussion – soll versucht werden, das im Mittelpunkt stehende Lied „La rosa enflorece” mit dem Publikum zu singen.

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll!
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr und soll gegen 19 Uhr beendet sein. In der Pause stehen Erfrischungen bereit. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, aber um eine Spende wird gebeten, damit auch künftig namhafte Referenten nach Göttingen eingeladen werden können.

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Der Kaufmann von Venedig

Nächste Veranstaltung:

Drama vom Geld und dem Juden. Geldwirtschaft und Antisemitismus bei Shakespeare

am 17. Oktober 2021 um 16 Uhr in der Begegnungsstätte Löwenstein
mit Dr. Hermann Engster

Mit einem immer wieder – leider – aktuellen Thema befasst sich der Lernnachmittag am 17. Oktober 2021. Unser Referent Dr. Hermann Engster, jetzt als Dozent für Literatur und Musik an der Universität des dritten Lebensalters in Göttingen tätig, zeigt uns einen historischen Aspekt des Antisemitismus anschaulich auf:

Im Jahr 1290 werden durch königliches Dekret die Juden aus England vertrieben. Nur wenige hundert Juden leben Ende des 16. Jahrhunderts, teils verdeckt, teils noch geduldet, in London. Trotzdem flammt, dreihundert Jahre danach, in zahlreichen und höchst populären Dramen der Judenhass wieder auf, am bösartigsten in Christopher Marlowes Stück „Der Jude von Malta“, und bis heute fortlebend in Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ mit der Figur des rachsüchtigen Geldverleihers Shylock. Wie ist das zu erklären?

Es sind vor allem politisch-ökonomische Gründe ausschlaggebend. Die Investitionen in kostspielige, aber höchst profitable Handelsfahrten nach Übersee im 16. Jahrhundert erfordern die Entwicklung einer historisch neuartigen Kreditwirtschaft. Da Kreditgeschäfte gegen Zins Christen verboten sind, wird das Geldverleihen zumeist von Juden betrieben. Shakespeare sind die ökonomischen Notwendigkeiten nicht bewusst; er behandelt in seinem Drama das Problem als religiösen Konflikt und lädt diesen mit seiner bösartigen Judenkarikatur mittels fortlebender Stereotypen antisemitisch auf. Sein Drama ist zwar kein Pogromstück, doch stellt, im Bewusstsein der Shoah, seine unleugbare anti-jüdische Tendenz jedes Theater, und so auch Leserinnen und Leser, vor unüberwindliche Probleme.

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