„Musik – Speise – Trank“: Chanukka – Vor dem Fest


Konzert mit Alex Jacobowitz
am 15. Dezember 2019 um 16 Uhr im Löwenstein, Rote Straße 28, Göttingen

Die Konzerte von Alex Jacobowitz sind immer mehr als Musik. Die Kommunikation mit dem Publikum ist ein elementarer Teil seiner Auftritte. Seine Geschichten geben Einblicke in die jüdische Kultur, aber auch in das Leben als jüdischer Straßenkünstler. Mit Witz und Humor erreicht er jeden, besonders auch junge Zuhörer. Sein jüdisches Solo-Programm umfasst Klezmer und israelische Musik, liturgische Werke oder jiddische Volkslieder. Er wurde 1960 in New York geboren und studierte Schlagzeug an der Ithaca School of Music (New York). Nach einem Jahr mit dem Jerusalem Symphony Orchestra ließ er das Leben als Orchestermusiker hinter sich und ist seitdem auf der ganzen Welt als Solist tätig und der jüdischen Tradition der fahrenden Musiker, der Klezmorim, folgend.

Beim letzten Lernnachmittag des Jahres gibt es neben der Musik aber auch typische Chanukka-Speisen. Das achttägige jüdische Lichterfest beginnt zwar erst eine Woche später, aber zur Einstimmung auf „Weihnukka“ mit vielen Informationen, typischen Speisen und Getränken sollte der dritte Advents-Sonntag gerade rechtzeitig sein. Das Konzert wird dank der Unterstützung des Zentralrats der Juden in Deutschland ermöglicht; für das Weihnukka-Menü und die Getränke wird ein Teilnehmer-Beitrag in Höhe von 25 EUR (ermäßigt 20 EUR) erhoben.
Zur Vorbereitung des Menüs ist eine Anmeldung während der Öffnungszeiten des Löwenstein bis Sonnabend (14. Dezember) 19 Uhr erforderlich:
Tel.: 0551 – 99 72 85 58 oder 0172 – 5 61 68 70

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„Aus jüdischer Sicht: Die Sintflut“

Lernnachmittag mit Rabbiner Avraham Yitzchack Radbil
am 22. März 2020 um 16 Uhr im Löwenstein, Rote Straße 28 (Innenstadt)

Aufgrund der aktuellen Entwicklung hinsichtlich des Umgangs mit dem Corona-Virus sowie der offiziellen Hinweise für öffentliche Veranstaltungen müssen wir den Lernnachmittag leider absagen.

Über einen neuen Termin werden wir rechtzeitig informieren.

Die Sintflut‐Erzählung ist wahrscheinlich die einzige Geschichte, die es in fast allen Kulturen gibt. Zwar variieren die Details, aber fast immer geht es um Wassermassen, die wegen der Sünden der Menschen auf die Erde niedergehen. Nur eine einzige gerechte Familie bleibt von der Sintflut verschont – von ihr stammen wir alle ab.

Rabbiner Radbil berichtet über die jüdische Sicht auf die Sintflut‐Geschichte. Warum diese auch heute für uns alle aktuell und von Bedeutung ist, wird ausführlich erläutert: Noah wurde laut der biblischen Erzählung von Gott erwählt und vor einer großen Flut gewarnt. Er erhielt den Auftrag, eine Arche zu bauen, um damit sich und seine Familie, bestehend aus acht Personen, und die Landtiere vor der Flut zu retten. Zum Bau der Arche erhielt er genaue Angaben (Gen 6,14–16). Am Ende der Sintflut lief sie im Gebirge Ararat auf Grund (Gen 8,4).

Der Referent wurde 1984 in der Ukraine geboren und hat in Deutschland, England, den USA und Israel studiert. Er erhielt seine Smicha (Ordination) 2011 in München. Damit ist er seit dem Zweiten Weltkrieg einer der ersten zwei in Deutschland ausgebildeten orthodoxen Rabbiner.
Nach seiner Zeit als Assistenzrabbiner in Köln, einer zweieinhalbjährigen Tätigkeit in Freiburg sowie seit 2014 in Osnabrück wirkt er seit Anfang dieses Jahres als Gemeinderabbiner in Konstanz. Rabbiner Radbil ist Autor des 2011 beim Friedberger Verlagshaus Schlosser erschienenen Buches „Die moderne Welt durch die Brille der Tora: Jahrtausendalte Antworten auf moderne Fragen“. Im Vorjahr erschien sein Buch „Ein Zeichen für die Ewigkeit“ über die Schabbatgesetze. Zudem publiziert er regelmäßig in der Jüdische Allgemeine und anderen Zeitungen.

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll!
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr und soll gegen 19 Uhr beendet sein. In der Pause stehen Erfrischungen bereit. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, aber um eine Spende wird gebeten, damit auch künftig namhafte Referenten nach Göttingen eingeladen werden können.

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„Freuds Anna O.“

Über das Leben und Wirken der Berta Pappenheim
am 16. Februar 2020 um 16 Uhr

Bertha Pappenheim (1859 –1936) war eine österreichisch-deutsche Frauenrechtlerin, bedeutende Sozialpionierin und Gründerin des Jüdischen Frauenbundes. Sie bewahrte lebenslang ein Geheimnis: Bekannt wurde sie darüber hinaus als Patientin Anna O., die Freud zur Entwicklung der Psychoanalyse inspirierte. Selbst hat sie nie über ihre Krankheit – Hysterie – gesprochen. Sie wurde aus eigener Kraft gesund und kämpfte gegen Armut und Mädchenhandel, für die Würde der Frauen und übersetzte zahlreiche bedeutende Schriften aus der jüdischen Literatur.

Die Referentin Marianne Brentzel studierte Politikwissenschaften und Pädagogik in Berlin und war lehrberuflich sowie im Verlagswesen tätig. Sie schreibt vorwiegend „Biografien spannender Frauen“, wie sie ihre Schriften selbst benennt. Dazu zählt auch das zuerst im Göttinger Wallstein-Verlag und 2004 bei Reclam neu aufgelegte Werk „Anna O. Bertha Pappenheim, Biographie“. Heute lebt Brentzel in Dortmund.
Bereits 2014 war sie im Lehrhaus Referentin; damals berichtete sie aus dem Leben der jüdischen Autorin Else Ury.

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Termine Januar bis April 2020

Tag   Datum          Zeit          Bezeichnung                           Ort

Mi      01.01.20       00:00        Neujahr
Fr      03.01.20       18:30        Kabbalat Schabbat                   Rote Straße 28
Sa     04.01.20       10:30        G’ttesdienst Wajigasch             Rote Straße 28
Di      07.01.20                        Fasten 7. Tewet
Fr      17.01.20       18:30        Kabbalat Schabbat                   Rote Straße 28
Sa     18.01.20       10:30        G’ttesdienst Schemot                Rote Straße 28
So     19.01.20       16:00        Lehrhaus: Martin Buber         Rote Straße 28
Fr      31.01.20       18:30        Kabbalat Schabbat                   Rote Straße 28

Sa     01.02.20       10:30        G’ttesdienst Bo                          Rote Straße 28
Fr      14.02.20       18:30        Kabbalat Schabbat                  Rote Straße 28
Sa     15.02.20       10:30        G’ttesdienst Jitro                       Rote Straße 28
So     16.02.20       16:00        Lehrhaus: Berta Pappenheim  Rote Straße 28

Di      03.03.20                        Todestag Moses
Fr      06.03.20       18:30        Kabbalat Schabbat                   Rote Straße 28
Sa     07.03.20       10:30        G’ttesdienst Tezawaa;
Paraschat Sachor                    Rote Straße 28
Mo    09.03.20                        Fasten Esther
Di      10.03.20       18:30        Purim                                        Rote Straße 28
Mi      11.03.20                        Schuschan Purim

Absage der nachfolgenden Termine wegen Corona-Virus bis mindestens 20. April 2020. Wir hoffen, uns am 21. April 2020 zu Jom ha-Schoa wieder zu sehen! Bis dahin bleibt auch die Begegnungsstätte Löwenstein geschlossen!

Fr      20.03.20       18:30        Kabbalat Schabbat                   Rote Straße 28
Sa     21.03.20       10:30        G’ttesd. Wajakel-Pekude;
Par. Hachodesch; Mewarchim   Rote Straße 28
So     22.03.20       16:00       Lehrhaus: Sintflutgeschichte     Rote Straße 28

Fr      03.04.20       18:30       Kabbalat Schabbat                     Rote Straße 28
Sa     04.04.20       10:30        G’ttesdienst Zaw;
Schabbat Ha’gadol                   Rote Straße 28

Mi      08.04.20       18:30        Erew Pessach: 1. Seder          Rote Straße 28 mit Lehrhaus
Do     09.04.20       10:30        1. Tag Pessach: 2. Seder          Rote Straße 28
Fr      10.04.20                        2. Tag Pessach; 1. Omer; Karfreitag
Sa     11.04.20                        3. Tag Pessach; Chol Hamoed 1
So     12.04.20                        4. Tag Pessach; Chol Hamoed 2; Ostersonntag
Mo    13.04.20                        5. Tag Pessach; Chol Hamoed 3; Ostermontag
Di      14.04.20                        6. Tag Pessach; Chol Hamoed 4
Mi      15.04.20                       7. Tag Pessach
Do     16.04.20       10:30        8. Tag Pessach; Jiskor             Rote Straße 28
Fr      17.04.20       18:30        Kabbalat Schabbat                   Rote Straße 28
Sa     18.04.20       10:30        G’ttesdienst Schemini; Schabbat Mewarchim
Rote Straße 28

Hoffentlich Wiederöffnung unseres Begegnungszentrums Löwenstein

Di      21.04.20       19:00        Jom ha-Schoa                            Rote Straße 28
Di      28.04.20       18:30        Jom ha-Sikaron                        Rote Straße 28;
anschl. Jom ha-Azma’ut
Mi      29.04.20                        Jom ha-Azma’ut

Termine ohne Uhrzeit und ohne Ort sind Hinweise auf jüdische Fest- und Feiertage, die nicht gesondert in der Kultusgemeinde begangen werden!

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„Wer an die Welt glaubt, kann nicht gottlos bleiben“

Martin Buber zu Atheismus und Frömmigkeit

am 19. Januar 2020 um 16 Uhr

Die Theologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und Autorin Maja Glozober – aktiv in der Brücken-Praxis in Hannover, Mitglied der Martin-Buber-Gesellschaft und Gründungsmitglied des Jüdischen Lehrhauses Göttingen – will uns zum Auftakt des neuen Jahres die Überlegungen Martin Bubers zu Atheismus und Frömmigkeit näher bringen und mit uns darüber in einen Dialog treten.

Buber (1878-1965) ist einer der wichtigsten jüdischen Religionsphilosophen des 20. Jahrhunderts. Sein Hauptwerk „Ich und Du“ stellte die Referentin vor Jahresfrist an gleicher Stätte vor. Jetzt will sie anhand verschiedener Zitate die Ausführungen Bubers thematisieren. Als Beispiele seien genannt:
„Nur wer an die Welt glaubt, bekommt es mit ihr selbst zu tun; und gibt er sich dran, kann er auch nicht gottlos bleiben.“ (Ich und Du, S. 113)
„Unerforschlich einbegriffen leben wir in der strömenden All-Gegenseitigkeit.“ (Ich und Du, S. 23)
„Der Mensch ist so erschaffen, dass er verstehen kann, aber nicht verstehen muss, was Gott ihm sagt.“ (Hundert Worte, S. 90)
„Wenn an Gott glauben bedeutet, von ihm in der dritten Person reden zu können, glaube ich nicht an Gott. Wenn an ihn glauben bedeutet, zu ihm reden zu können, glaube ich an Gott.“ (Hundert Worte, S. 79).

Einmal im Monat – meistens am zweiten Mittwoch – bietet Wieland Ulrichs mit Freunden des KlezPo einen „Liederabend“ im Löwenstein an. Vorgestellt wird jeweils ein jiddischer Song. Treffen abends um 20 Uhr.

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„Von der Lower East Side zum Broadway“

Leben und Werk des Komponisten George Gershwin (1898 – 1937)
am 6. Oktober 2019 mit François Lilienfeld

Am 30. September haben die jüdischen Menschen weltweit das Neujahrsfest – Rosch Haschana – gefeiert. In Göttingen wirkt seit gut 20 Jahren François Lilienfeld als Gastkantor während der Hohen Feiertage (bis zum Versöhnungsfest Jom Kippur). Diese Gelegenheit nutzen wir auch in diesem Jahr, um von dem umfassenden Wissen des Kantors zu profitieren. Diesmal präsentiert er uns das abenteuerliche Leben, das leider allzu kurz währte, des musikalischen Genies George Gershwin.

Vorstellen wird der Referent zudem zahlreiche, teils recht seltene Tondokumente.

Gershwin, ein Kind russisch-jüdischer Einwanderer, wurde zur Schlüsselfigur in der Geschichte der US-amerikanischen Musik. Seine zahlreichen Musicals, aber auch seine Orchesterwerke (z.B. Rhapsody in Blue) sowie seine Oper „Porgy and Bess“ begründeten einen neuen Stil, in dem sich Symphonik und Jazz begegneten.

In Abänderung des ausgedruckten Terminplans entfällt der angekündigte Lernnachmittag am 13. Oktober zugunsten dieses musikalisch umrahmten Vortrags.

Einmal im Monat – meistens am zweiten Mittwoch – bietet Wieland Ulrichs mit Freunden des KlezPo einen „Liederabend“ im Löwenstein an. Vorgestellt wird jeweils ein jiddischer Song. Treffen abends um 20 Uhr.
Wegen der Hohen Feiertage findet das nächste Treffen am 16. Oktober statt.

 Der jüdisch-christliche Kalender für 2020 ist erschienen. Er umfasst das komplette jüdische Jahr 5780 sowie die ersten Monate 5781. Der Kalender ist gegen eine Mindestspende in Höhe von 1 EUR pro Stück bei den Innenstadtbuchhandlungen Hertel und Roter Buchladen sowie in der Begegnungsstätte Löwenstein erhältlich.

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Veranstaltungen 2019

  • 6.9.             Fr         18:30        Kabbalat Schabbat      Rote Straße 28
  • 7.9.             Sa        10:30        G’ttesdienst Schoftim
  • 15.9.           So        8:00          Lehrhaus: Exkursion zu Plätzen der Verspottung                                                                Treffen Bahnhof
  • 20.9.           Fr         18:30       Kabbalat Schabbat
  • 21.9.           Sa        10:30        G’ttesdienst Ki Tawo; Schabbat Slichot-Aschkenasim
  • 29.9.           So        18:30        Erew Rosch Haschana 5780
  • 30.9.           Mo       10:30        1. Tag Rosch Haschana und Taschlich am Leineufer
  • 1.10.           Di                           2. Tag Rosch Haschana
  • 2.10.           Mi                          Fasten Gedaja
  • 4.10.           Fr         18:30        Kabbalat Schabbat
  • 5.10.           Sa        10:30        G’ttesdienst Wajelech
  • 6.10.           So        14:00        Gebet für die Verstorbenen auf dem Friedhof
  • 6.10.           So        16:00        Vortrag zu George Gershwin   Kantor Lilienfeld
  • 8.10.           Di         18:30        Kol Nidrei (Erew Jom Kippur)
  • 9.10.           Mi        10:30        Jom Kippur, 17:45: Lektüre Buch Jona, Jiskor, Neila                        Anbeißen  19:45
  • 13.10.        So        16:00        Erew Sukkot und Lehrhaus (vorher Zeltaufbau)  Zelt im                                                    Garten  Rote Straße 28 mit Grillen
  • 14.10.        Mo                         1. Tag Sukkot
  • 18.10.        Fr         18:30        Kabbalat Schabbat, Chol Hamo’ed 3
  • 19.10.        Sa        10:30        G’ttesdienst, Chol Hamo’ed 4
  • 21.10.        Mo       10:30        Schemini, Azereth, Jiskor mit Rabbiner Pal
    Mo       17:00       Erew Simchat Tora mit Rabbiner Pal
  • 22.10.        Di                           Simchat Tora
  • 23.10.        Mi                          Isru Chag
  • 1.11.           Fr         18:30        Kabbalat Schabbat
  • 2.11.           Sa        10:30        G’ttesdienst Noach
  • 9.11.           Sa        19:30        Havdala + Lange Nacht der Erinnerung
    vorher                   18:00        Mahnmal
  • 15.11.        Fr         18:30        Kabbalat Schabbat
  • 16.11.        Sa        10:30        G’ttesdienst Wajera
  • 17.11.        So         offen       Mizwah-Day
  • 29.11.        Fr         18:30        Kabbalat Schabbat
  • 30.11.        Sa        10:30        G’ttesdienst Toldot
  • 13.12.        Fr         18:30        Kabbalat Schabbat
  • 14.12.        Sa        10:30        G’ttesdienst Wajischlach
  • 15.12.        So        16:00        Lehrhaus: Chanukka – vor dem Fest
  • 19.12.        Do                         Beginn Gemeindetag; bis 22.12. in Berlin
  • 22.12.        So        15:30        Erew Chanukka
  • 23.12.        Mo                         1. Tag Chanukka
  • 24.12.        Di                           2. Tag Chanukka
  • 25.12.        Mi                          3. Tag Chanukka
  • 26.12.        Do                          4. Tag Chanukka
  • 27.12.        Fr                           5. Tag Chanukka
  • 28.12.        Sa                          6. Tag Chanukka
  • 29.12.        So                          7. Tag Chanukka
  • 30.12.        Mo                         8. Tag Chanukka

Termine ohne Uhrzeit: Nur als Hinweis zu beachten

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