Veranstaltungen im Dezember 2018

 

  • 30.11.    Freitag, 18:30 Uhr     Kabbalat Schabbat
    davor ab 16 Uhr Vorstandssitzung zur Vorbereitung der Jahreshauptversammlung
  • 01.12.    Sonnabend, 10:30 Uhr    G’ttesdienst Wajeschew
  • 07.12.    Freitag, 18.30 Uhr     5. Tag Chanukka / Lichterzünden und Kabbalat Schabbat
  • 09.12.    Sonntag, 16:00 Uhr    7. Tag Chanukka – Lichterzünden und Feier mit Gästen   und Konzert mit KlezBanda
  • 14.12.    Freitag, 18:30 Uhr     Kabbalat Schabbat
  • 15.12.    Sonnabend, 10:30 Uhr    G’ttesdienst Wajigasch
  • 16.12.    Sonntag, 15 Uhr  Jahreshauptversammlung Jüdische Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V. (nicht öffentlich)
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„Chanukka-Feier einmal anders“

Sonntag, 9. Dezember 2018 um 16 Uhr

Zum Jahresende ein besonderer Leckerbissen: Jüdisches Lehrhaus Göttingen, Jüdische Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen und das Restaurant Begegnungsstätte Löwenstein laden zu einem besonderen „Lernnachmittag“ ein: Am 2. Adventssonntag gibt es ab 16 Uhr Musik, Tanz, Informationen zum jüdischen Lichterfest und für das kulinarische Wohlergehen Latkes mit Apfelmus, wärmende Getränke stehen zudem bereit.
Dank der Unterstützung der Kulturabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland ist es gelungen, die bekannte Gruppe KlezBanda nach Göttingen zu holen. Die Gruppe KlezBanda unter der Leitung des Berliner „Klezmer-Königs“ Jossif Gofenberg interpretiert auf eine besondere Weise jüdische Lieder, russische Chansons und internationale Songs – fröhlich und melancholisch zugleich, Klezmer aus der untergegangenen Welt des ukrainischen Stettl, Ganoven-Chansons aus dem Odessa längst vergangener Zeiten. Aber auch israelische Hits, Lieder aus einem jiddischen Musical oder Musik aus der Zeit der Shoa gehören zu ihrem Repertoire. Die Texte der Lieder handeln von Liebe, Tod und Leidenschaft, vom Alkohol und von der Unterwelt und werden auf Jiddisch, Russisch, Englisch, Deutsch, Griechisch und Hebräisch gesungen. Die Rhythmen reichen von Tango und Foxtrott bis Klezmer-Bulgar. Die Musiker spielen diese Lieder mit viel Gefühl und Temperament.
Informationen zu Chanukka sowie die traditionellen Latkes runden das etwa dreistündige Programm ab. Das Löwenstein versorgt zudem mit Glühwein aus israelischem Wein oder heiße Schokolade mit und ohne Rum sowie ausgewählten Gerichten und Getränken der herbstlich-winterlichen Speisekarte.

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll!
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr und soll gegen 19 Uhr beendet sein.
Für das Konzert ohne Speisen wird ein Eintritt von 7 Euro pro Person ab 13 Jahren erhoben; für Konzert und Chanukka-Latkes sind 14 Euro zu entrichten.
Bei sozialen Härtefällen ist eine abwechende Regelung möglich.

Einmal im Monat – meistens am zweiten Mittwoch – bietet Wieland Ulrichs mit Freunden des KlezPo einen „Liederabend“ im Löwenstein an. Vorgestellt wird jeweils ein jiddischer Song. Treffen abends um 20 Uhr. Am 12. Dezember steht das Lied „As der Rebbe lakht“ auf dem Programm.

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„Die Kindertransporte 1938/39 – zwei Zeitzeugen berichten“

Im Rahmen des Bündnis 27. Januar: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Freitag, 9. November 2018 um 19.30 Uhr
mit Dr. Peter Kurer und Marion Lamm, moderiert von Dr. Lucinda Martin

Fast 80 Jahre ist es her, dass in Deutschland in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 Synagogen bis auf die Grundmauern niederbrannten. Willfährige Gefolgsleute der Nationalsozialisten, angestachelt von SA- und SS-Mitgliedern, trieben binnen weniger Tage 400 jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Tod.

Ab Ende November 1938 wurden Rettungsfahrten zu Pflegeeltern, Hostels oder Hei­men sowie später zu Internierungslagern mit Genehmigung der britischen Regierung unter anderem von jüdischen Gemeinden, Anglikanischer Kirche und der Glaubensgemeinschaft der Quäker organisiert. Diese „Kindertransporte“ für Tausende Jüdische Kinder führten bis Ende August 1939 außerdem in die Niederlande, nach Belgien, in die Schweiz – die später den Postkartenvertrieb zwischen den Kindern und den Familien organisierte – sowie nach Irland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Palästina und in die USA.

Dank der Unterstützung durch den Göttinger Quäker-Andachtskreis ist es gelungen, zur traditionellen „Lange Nacht der Erinnerung“ nach der Gedenkstunde am Mahnmal der ehemaligen Synagoge (18 Uhr) mit Dr. Peter Kurer (87) ein damals nach England verschicktes Kind, das heute in Manchester lebt, nach Göttingen einzuladen. Außerdem berichtet Marion Lamm, geb. Rauchman (89), die besondere Kontakte zur Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen hat, über ihre Zeit in Schweden.

Die Einführung ins Thema sowie die Moderation liegt bei der Erfurter Historikerin Dr. Lucinda Martin.

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„Leonard Cohen, Melancholiker und Rebell“

Sonntag, 21. Oktober 2018 um 16 Uhr mit Dr. Jonas Engelmann

Leonard Cohen (1934 bis 2016) wuchs in einem Vorort von Montreal (Kanada) als Enkel litauischer und polnischer Juden auf. Einer seiner Großväter war der Talmudgelehrte Rabbi Solomon Klontisky-Kline, der andere Gründungsmitglied des kanadischen jüdischen Kongresses. So ist es nicht verwunderlich, dass Fragen jüdischer Identität, die Erforschung jüdischer Rituale und Symboliken ein zentraler Aspekt von Cohens Werk geworden sind. Dies trifft auf seine Musik ebenso zu wie auf seine zahlreichen literarischen Arbeiten, etwa „Blumen für Hitler“ (1964) oder „Beautiful Losers“ (1966).

Cohens Songs voller Melancholie und Humor prägten maßgeblich die Musikkultur der 68er Bewegung. Er sang von sozialer Gerechtigkeit, Religion, Politik, Problemen der Isolation und Sexualität. Cohen führt privat ein religiöses Leben und beachtet den Schabbat, während seine Songs stärker von der Suche nach einer jüdischen Identität, Fragen der Eigen- und Fremdwahrnehmung und der Problematik solcher Zuschreibungen geprägt sind.

Unser Referent Jonas Engelmann studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Politikwissenschaft und promovierte in Mainz. Er ist Fachmann für Comics und Graphic Novels und hat in den Bereichen Popkultur, Musik, Comic und Jüdische Kultur veröffentlicht. Er lebt als freier Autor und Lektor in Wiesbaden.

Das ursprünglich für diesen Termin vorgesehene „Konzert nach Ansage“ entfällt.

Hinweis auf die nächste Veranstaltung des Lehrhauses: In der „Lange Nacht der Erinnerung“ am Freitag, 9. November, berichtet in Zusammenarbeit mit dem Quäker-Andachtskreis Göttingen der Zeitzeuge Peter Kurer (87) aus Manchester (Groß-Britannien) von seinem persönlichen Erleben über die Rettung von Zehntausenden jüdischer Kinder durch die Übersiedlung nach England über „Kindertransport 1938/39“. Beginn um 19.30 Uhr nach der Veranstaltung am Mahnmal der ehemaligen Synagoge.

Weitere Veranstaltungen der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V. im Oktober:

  • 02.10.    Di      16:00     Simchat Thora
  • 05.10.    Fr      18:30     Kabbalat Schabbat
  • 06.10.    Sa      10:30     G’ttesdienst Bereschit, Sch. Mewarchim
  • 19.10.    Fr      18:30     Kabbalat Schabbat
  • 20.10.    Sa      10:30     G’ttesdienst Lech Lecha

 

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„Die jüdische Mathematikerin Emmy Noether“

Sonntag, 16. September 2018 um 16 Uhr mit Dr. Cordula Tollmien

Die Historikerin Cordula Tollmien ist die wohl beste Kennerin der Lebensgeschichte dieser bedeutenden Mathematikerin. Dabei geht es in diesem Lehrhaus nur am Rande um Noethers Mathematik, dafür umso mehr um ihre Familiengeschichte.

Emmy Noether (1882 bis 1935), die von 1915 bis 1933 in Göttingen lebte und lehrte, war die bedeutendste Mathematikerin des 20. Jahrhunderts, ja vielleicht sogar die bedeutendste Mathematikerin überhaupt. Und sie war Jüdin. Was aber war jüdisch an ihr?

Zur Beantwortung dieser Frage werden wir uns tief in ihre Familiengeschichte hineinbegeben, in der es große Rabbiner ebenso gab wie in der 1848-er Revolution engagierte liberale Juden. Dabei wird es auch um die Judengesetzgebung der damaligen Zeit gehen und um die antisemitischen Vorurteile, denen ihr Vater Max Noether (1844 bis 1921), Mathematikprofessor in Erlangen und der erste Akademiker in der Familie, ausgesetzt war.

Zudem soll diskutiert werden, was die Gründe dafür gewesen sein könnten, dass Emmy Noether 1920 aus der jüdischen Gemeinde austrat und warum Einstein nach ihrem überraschenden Tod 1935 konstatierte, dass sie keine gute Jüdin gewesen sei.

 Zwei weitere Veranstaltungen im September im Löwenstein:

  1. September, 20 Uhr: Das jiddische Lied des Monats, diesmal „Tumbalalaika“.
  2. September, 18 Uhr: Feierabendmusik mit Carolin Dahlem (Blockflöte, Gesang) und François Lilienfeld Werkeinführungen und Klavier): Traditionelle jüdische Melodien (etwa 45 Minuten). Moment der Harmonie und Besinnung zwischen den Hohen Feiertagen Rosch Haschana (Neujahr) und Jom Kippur (Versöhnungstag).

Der jüdisch-christliche Kalender für 2019 ist erschienen. Er umfasst das komplette jüdische Jahr 5779 sowie die ersten Monate 5780. Ab 10. September wird der Kalender gegen eine Mindestspende in Höhe von 1 EUR pro Stück bei den Innenstadtbuchhandlungen Hertel und Roter Buchladen sowie in der Begegnungsstätte Löwenstein erhältlich sein.

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Veranstaltungen im September und Oktober

  • 31.08.    Fr   18:30         Kabbalat Schabbat
  • 01.09.    Sa   10:30         G’ttesdienst Ki Tawo
  • 05.09.    Mi                     Erschaffung der Welt
  • 09.09.    So    19:00        Erew Rosch Haschana    mit Kantor François Lilienfeld, anschließend Kiddusch
  • 10.09.    Mo    10:30      1. Tag Rosch Haschana   mit Kantor François Lilienfeld, mit Kiddusch, Taschlich
  • 16.09.    So     14:00       Gang zum Friedhof  mit Kantor François Lilienfeld (An der Kommende)
  • 16.09.    So    16:00        Lernnachmittag: Emmy Noether  mit Dr. Cordula Tollmien
  • 18.09.    Di     19:30       Erew Jom Kippur  mit Kantor François Lilienfeld,  anschl.: Kol nidrej
  • 19.09.    Mi     10:30      Jom Kippur; Jiskor    mit Kantor François Lilienfeld
  • 19.09.    Mi     18:30      Lektüre Buch Jona  mit Kantor François Lilienfeld
  • 19.09.    Mi     18:45      Seelenfeier  mit  Kantor François Lilienfeld
  • 19.09.    Mi     19:45      Schlussgebet Neilah   mit Kantor François Lilienfeld; anschließend Anbeißen
  • 23.09.    So     16:00      Erew Sukkot  gemeinsam: Aufbau der Sukka, anschließend Grillen im Garten
  • 02.10.    Di      16:00     Simchat Thora
  • 05.10.    Fr      18:30     Kabbalat Schabbat
  • 06.10.    Sa      10:30     G’ttesdienst Bereschit, Sch. Mewarchim
  • 19.10.    Fr      18:30     Kabbalat Schabbat
  • 20.10.    Sa      10:30     G’ttesdienst Lech Lecha
  • 21.10.    So     16:00      Lernnachmittag: Leonard Cohen  mit  Dr. Jonas Engelmann
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Termine im August 2018

  • 3.8.    Fr  18:30   Kabbalat Schabbat
  • 4.8.    Sa  10:30   G’ttesdienst Ekew; Schabbat Mewarchim
  • 17.8.  Fr  18:30   Kabbalat Schabbat
  • 18.8.  Sa  10:30   G’ttesdienst Schoftim
  • 31.8.  Fr  18:30   Kabbalat Schabbat
  • 1.9.    Sa  10:30   G’ttesdienst Ki Tawo
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