„Mordechai Gebirtig: ,Vater‘ des jiddischen Liedes – eine Biografie“

24. März 2019 um 16 Uhr

Neuer Termin und neues Thema: Wegen einer langfristigen Erkrankung muss die „Bedeutung Esthers für die heutige Frau“ auf einen späteren Termin verschoben werden. Dafür ist es gelungen, mit Uwe von Seltmann den Autor der Biografie von Mordechai Gebirtig vorzustellen. Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre und nicht Millionen Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden wären, so der italienische Künstler Rudi Assuntino, wäre der jiddische Dichter Mordechai Gebirtig heute so populär wie die Gershwin-Brüder.

Gebirtig, auch ,Vater des jiddischen Liedes‘ genannt, wurde 1942 im Krakauer Ghetto von Nationalsozialisten ermordet. Rund 170 seiner Gedichte und Lieder haben die Shoah überlebt. Heute wie damals sind sie ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstlern gesungen und interpretiert. Gebirtigs bekanntestes Lied S’brent (Es brennt) war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer, heute wird es in Israel zu jedem Holocaust-Gedenktag angestimmt.

Der Journalist und Schriftsteller Uwe von Seltmann, der mit seiner polnischen Ehefrau Gabriela bereits vor zwei Jahren beim Lehrhaus die „Lange Nacht der Erinnerung“ gestaltete, wird neben der Lesung von Passagen der Biografie neben Musikbeispielen auch Video-Clips und Fotos präsentieren.

Dabei sein ist alles! Mitmachen ist wie immer sehr wertvoll!
Die Veranstaltung beginnt um 16 Uhr und soll gegen 19 Uhr beendet sein. In der Pause stehen Erfrischungen bereit. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, aber um eine Spende wird gebeten, damit auch künftig namhafte Referenten nach
Göttingen eingeladen werden können.

 

Über Jüdische Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen

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