Forderung nach „resolutem Ruck“ gegen Rechtsextremismus

Nach der Aufdeckung der Mordserie an acht Türken und einem Griechen durch eine Neonazi-Gruppierung, zeigte sich Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, schockiert. „Sollten sich die Indizien nun erhärten, so haben wir es mit einem widerlichen Rechtsterrorismus zu tun, der offenbar viele Jahre lang fast ungehindert Menschen ermorden konnte, die ihm offenbar nicht lebenswert erschienen“.

Als Reaktion sei nun die „ganze Gesellschaft“ und eine „neue Entschlossenheit“ gefordert. Es müsse einen „resoluten Ruck“ gegen Rechtsextremismus geben, so Graumann. Dazu sei auch mehr Geld für den Kampf gegen Neonazis nötig.

Graumann sprach auch das lange diskutierte Verbot der NPD an und betonte, dass daran jetzt „kein Weg mehr vorbeiführt“. Dieses „Flaggschiff“ der Rechtsextremisten müsse endlich „politisch und juristisch versenkt werden“.

Nachricht des Zentralrates der Juden in Deutschland

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Aktivitäten der Gemeinde im November 2011

  • 9. November, Mittwoch 18:00 Uhr: Kristallnacht Memorial, am Mahnmal, Platz der Synagogue.
  • 9. November, Mittwoch 19:30 Uhr: Lange Nacht der Erinnerung mit Avi Primor, ehemaliger israelischer Botschaftler. Thema der Veranstaltung: „Antisemitismus in Europa heute“. Im Alten Rathaus.
  • 10 November, Donnerstag 19:00 Uhr: Film und Diskussion: „Im Himmel, unter der Erde“. Restaurant Arbeit und Leben.
  • 11 November, Freitag 16:30 Uhr: Limmudim Alef und Beit. 19:30 Uhr: Kabbalat Schabbat mit Eva Tichauer Moritz.
  • 12 November, Sonnabend 19:30 Uhr: Demonstration gegen Gilad Atzmon am Deutschen Theater.
  • 20 November, Sonntag 10:30 Uhr: Rikkudei Am (israelische Tänze)  mit Roxana Alvarez Tichauer.
  • 25 November, Freitag 19:00 Uhr: Kabbalat Schabbat mit Eva Tichauer Moritz.

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Aktivitäten der Gemeinde im Oktober 2011

  • 7. Oktober, Freitag 19 Uhr: Kol Nidrej (Erew Jom Kippur) mit Rabb. Anw. Jona Simon.
  • 8. Oktober, Sonnabend 10:00: Jom Kippur – Jiskor – Neila (Abschlussgebet) mit Rabb. Anw. Jona Simon.
  • 12. Oktober, Mittwoch 19:00: Erew Sukkot in der Sukka (im Garten der Gemeinde).
  • 14. Oktober, Freitag 19:00: 2. Tag Sukkot in der Sukka (im Garten der Gemeinde).
  • 16. Oktober, Sonntag 10:00: Rikudei Am (israelische Tänze) mit Roxana Alvarez Tichauer.
  • 16. Oktober, Sonntag 16:00: Lernnachmittag des Jüdischen Lehrhauses mit Dr. Tilman Tarach (Freiburg) „Feindbild Israel – der ewige Sündenbock„.
  • 21. Oktober, Freitag 18:30: Jiskor. 19:00 Simchat Thora.

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Die Zukunft im Blick

Rosch Haschana ist ein guter Anlass, über unsere Herausforderungen und Perspektiven nachzudenken.

Von Dieter Graumann

Zu Rosch Haschana beginnen unsere Hohen Feiertage. Es ist die Zeit, in der wir ganz besonders über uns selbst und das vergangene Jahr nachdenken. Die Tora lehrt uns aber auch, dass wir nicht nur für uns selbst, sondern auch für unsere Welt und unsere Mitmenschen verantwortlich sind. Daher ist dieser Tag auch immer ein guter Anlass, über die jüdische Gemeinschaft in Deutschland nachzudenken.

Wir dürfen sicherlich Freude über das neue blühende jüdische Leben in Deutschland empfinden. Wir sind nicht nur quantitativ, sondern auch vor allem qualitativ gewachsen. Darauf können wir alle gemeinsam stolz sein. Allerdings darf aus Zufriedenheit keine Selbstzufriedenheit werden. Es gibt noch so viel zu tun, große Herausforderungen und wunderbare Chancen, die wir zusammen annehmen, angehen und nutzen wollen, um so eine noch stärkere, selbstbewusste und florierende jüdische Zukunft zu schaffen. Eine Zukunft, die bereits in diesem Moment schon längst begonnen hat.

Eine der zentralen Herausforderungen ist der anhaltende Ausbau jüdischer Infrastruktur. Die in diesem Bereich erzielten Fortschritte sind enorm. Die beiden Rabbinerseminare bereiten sich auf neue Ordinationen vor. Die Fachhochschule Erfurt bietet Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jüdischer Gemeinden, Einrichtungen und Organisationen – getragen vom Zentralrat der Juden – in diesem Jahr erneut einen Studiengang für jüdische Sozialarbeit. Stolz sind wir auch auf die neue jüdische Kultur, die sich hierzulande immer deutlicher entwickelt. Sie soll – und sie wird – eine zentrale Stütze des neuen Judentums in Deutschland sein. Es tut sich also viel, aber es ist wie mit dem Schwimmen gegen den Strom: Wer sich ausruht, wird zurückgespült. Weiterlesen

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Aktivitäten der Gemeinde im September 2011

  • 2. September, Freitag 19 Uhr: Kabbalat Schabbat.
  • 16. September, Freitag 19 Uhr: Kabbalat Schabbat mit Eva Tichauer Moritz.
    • 17. September, Sonnabend 10:30: G’ttesdienst Schabbat Ki Tawo mit Eva Tichauer Moritz.

    Nach dem Kiddusch Limudim Gimmel I und II.

  • 18. September, Sonntag 10:30: Rikudei Am (israelische Tänze) mit Roxana Alvarez Tichauer.
  • 18. September, Sonntag 16:00: Lehrnachmittag des Jüdischen Lehrhauses mit Landesrabbiner Jonah Sievers: „Die Todesstrafe – eine Betrachtung aus jüdischer Sicht“.
  • 28. September, Mittwoch 19:00: Erew Rosh Haschana mit R.A. Jona Simon.
  • 29. September, Donnerstag 10:00: Rosh Haschana G’ttesdienst mit R.A. Jona Simon.

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Aktivitäten der Gemeinde im Juli und August 2011

  • 2. Juli, Sonnabend 10:00 Uhr: G“ttesdienst Schabbat Chukkat und Rosh Chodesh mit Eva Tichauer Moritz. Nach dem Kiddusch, am 14:00 Uhr Limud Gimmel.
  • 3. Juli, Sonntag 10:30 Uhr:Rikudei Am (Israelische Tanze) mit Roxana Alvarez Tichauer.
  • 19. August, Freitag 18:00 Uhr: Limud Gimmel I (Vorbereitung zum Schabbat). 19:00 Uhr Kabbalat Schabbat mit Eva Tichauer Moritz.
  • 20. August, Sonnabend 10:30 Uhr: G“ttesdienst Schabbat Ekew mit Eva Tichauer Moritz. 14:00 Limmud Gimmel II. 16:00 Limmud Gimmel III.
  • 21. August, Sonntag 10:30 Uhr: Rikudei Am (israelische Tanze) mit Roxana Alvarez Tichauer. 16:00 Lernnachmittag des Jüdischen Lehrhauses: „Gab es eine Ehe in Qumram? – Klösterliches Leben oder Familienverwand“ mit Dr. Frank Kleinschmidt. Weiterlesen
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Aktivitäten der Gemeinde im Juni 2011

  • 1. Juni, Mittwoch: Jom Jeruschalajim
  • 7. Juni, Dienstag 19:00 Uhr: 49. Omer – Erew Schawuoth mit der Möglichkeit, sich in Zweiergruppen zum gemeinsamen Lernen und Diskutieren zusammen zu finden.
  • 16. Juni, Donnerstag: 9 Jahre Jüdisches Lehrhaus Göttingen e.V.
  • 19. Juni, Sonntag 16:00 Uhr: Lehrnachmittag des Jüdisches Lehrhauses mit Rabbinerin Elisa Klappheck: „Das jüdische Tischgebet“.
  • 24. Juni, Freitag 19:00 Uhr: Kabbalat Schabbat mit Eva Tichauer Moritz.

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Schawuot

Am 6. und 7. Siwan findet das Wochenfest (Schawuot) statt. Es hat – wie die beiden anderen

Weizenernte mit Ruth

Weizenernte mit Ruth

Wallfahrtsfeste – eine doppelte Bedeutung, eine auf die Natur bezogene und eine historische. In der biblischen Zeit war Schawuot nur das „Fest der Erstlinge“ und es wurden an diesem Tag im Jerusalemer Tempel zwei Weizenbrote geopfert, die aus dem Mehl der neuen Ernte hergestellt worden waren. Auch die Erstlinge anderer landwirtschaftlicher Produkte durften erst von Schawuot an als Opfer dargebracht werden. An dieses mit dem bäuerlichen Leben verknüpfte Fest der Erstlinge erinnert noch heute der Brauch, zu Schawuot die Synagogen mit frischem Grün und mit Blumen auszuschmücken.

Von weit größerer Bedeutung ist der religiös-historische Inhalt des Wochenfestes geworden. Nach der talmudischen Überlieferung ist Schawuot die Zeit der Verkündung der zehn Gebote am Berg Sinai, des ersten umfassend formulierten Sittengesetzes in der Geschichte der Menschheit, das sich auf eine als ewig gesetzte Norm gründet. Auf der Anerkennung dieser Gebote durch die Israeliten beruht der Bund zwischen Gott und dem Volke, das von Gott erwählt wurde, einen besonderen Auftrag zu erfüllen: die göttlichen Gebote zu befolgen und sie in der Welt zu verbreiten. Die Erwählung Israels, die Vorstellung von der besonderen Rolle der Juden besteht in der Erfüllung dieser speziellen Aufgabe, als ein heiliges, Gott verpflichtetes Volk zu leben, stellt also eine besondere Verpflichtung dar. In diesem Sinne ist die Formulierung „auserwähltes Volk“ zu verstehen, nicht aber bedeutet sie ein Vorrecht der Juden gegenüber anderen Menschen.

Zentralrat der Juden in Deutschland

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Aktivitäten der Gemeinde im Mai 2011

  • 2. Mai, Montag 19:00 Uhr: Jom ha-Scho’a. Zeremonie am Mahnmal am  Platz der Synagoge
  • 9. Mai, Montag 18:00 Uhr: Jom ha-Sikaron, Erinnerung an die Zahal-Gefallenen. Um 19:00 Uhr Jom ha-Azma’ut, Unabhängigkeit des Staates Israel. Tag der Befreiung, Sieg der Roten Armee und der Westallierten über Nazi-Deutschland.
  • 13. Mai, Freitag 19:00 Uhr: Kabbalat Schabbat mit Landesrabbiner Jonah Sievers.
  • 14. Mai, Sonnabend 10:30 Uhr: G’ttesdienst Schabbat Behar mit Landesrabbiner Jonah Sievers. Nach dem Kiddush Limudim Gimmel.
  • 15. Mai, Sonntag 10:30 Uhr: Rikudei Am (israelische Tänze) mit Roxana Alvarez Tichauer.
  • 20. bis 23. Mai: Jüdische Kulturtage Göttingen 2011
  • 20. Mai, Freitag 19 Uhr: Kabbalat Schabbat mit Eva Tichauer Moritz: offen für Gäste der Kulturtage.
  • 21. Mai, Sonnabend 10:30 Uhr: G’ttesdienst Schabbat Behukotaj mit Eva Tichauer Moritz: offen für Gäste der Kulturtage. Nach dem Kiddush Limudim Gimmel.
  • 22. Mai, Sonntag 16:00: Lag BaOmer im Garten der Jüdischen Kultusgemeinde für Göttingen und Südniedersachsen e.V.; offen für Gäste der Kulturtage – mit Führung in die Mikwe.
  • 23. Mai, Montag 20:30: Stadtführung der anderen Art: „Wenn Mauern sprechen“; Start am Bahnhof Göttingen, Ostseite.

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Jüdische Feste im Mai 2011

Omer Tage (Limudim Dalet)

Jetzt folgt bis Schawuoth die Omer-Zeit, eine Zeit der Trauer mit einem Festtag dazwischen. Dazu aus der wöchentlichen Parascha 5770 (Paraschat Emor) zwei Texte, die die Bedeutung dieser sieben Wochen aufzeigen:

(1) Zwischen Pessach und Schawuot liegen 49 Tage. An Schawuot erinnern wir uns an die Gabe der Thora am Har Sinai. Die Zeit bis zu diesem Fest ist als „Omer Zählen“ bekannt, so genannt nach dem „Omer Opfer“, das vom jüdischen Volk am zweiten Tag des Pessachfestes dargebracht wurde. Für dieses Opfer wurde ein Omer Gerste geerntet (ein Omer ist ein Maß, das ungefähr so schwer ist wie 43 Eier) und den Kohanim im Tempel gebracht. Von da an durfte man von der neuen Ernte des Jahres essen. Und von da an zählte man auch 50 Tage bis zum Fest der Weizenernte, Schawuot.
Die Tage des Omer Zählens bekamen eine andere Bedeutung in der Zeit von Rabbi Akiwa, kurz nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jeruschalaim. Eine schreckliche Seuche wütete, und 24 000 Schüler von Rabbi Akiwa wurden dahingerafft. Der Talmud erklärt, die Seuche sei wegen einer Sünde ausgebrochen, denn die Schüler hatten einander nicht den gebührenden Respekt erwiesen. Um an diese Tragödie zu erinnern, bestimmten die Weisen, die Omer-Tage seien eine Trauerzeit, in der keine fröhlichen Feste gefeiert werden sollen. Eine Ausnahme ist der 33. Tag im Omer, nämlich Lag BaOmer, denn an diesem Tag endete das Sterben der Schüler. An diesem Tag finden heute viele Hochzeiten statt.
So sind die Tage des Omer Zählens eine Zeit, in der wir unser Verhalten und das unserer Gemeinden verbessern sollen. In Erinnerung an die 24 000 Schüler Rabbi Akiwas halten wir zusammen und zollen einander Respekt. Wir bereiten uns geistig auf das Schawuotfest vor, das wir in Erinnerung an die Gabe der Thora feiern.        (Rabbiner Mordechai Elon)

(2) Hallo! Ich heiße Mia Klein. Hier in Israel, wo ich lebe, ist Lag BaOmer ein besonderer Feiertag. Gleich nach Pessach fangen wir Kinder an, Holz für die Lagerfeuer an Lag BaOmer zu sammeln.
Oft tun sich mehrere Kinder zusammen und sammeln gemeinsam Holz für das Feuer. Einen Monat lang rattern wir mit einem Einkaufswagen durch die Straßen und suchen die Umgebung nach Holz ab. (An Lag BaOmer, wenn die Lagerfeuer angezündet werden, sind natürlich Erwachsene dabei, damit nichts passiert.) Viele Familien entzünden ihre eigenen Lagerfeuer. Bei uns gibt es immer Hähnchen vom Grill, Kartoffeln und – na klar, Marshmallows.
Solche Lagerfeuer werden von den Kindern fast als Wettbewerb aufgefasst. Jeder will das größte in der Nachbarschaft haben.
Das bringt mich zu meiner Geschichte. Es geschah letztes Jahr an Lag BaOmer. Alle waren draußen und damit beschäftigt, die Lagerfeuer vorzubereiten. Einige Kinder schleppten Holz aus einem Versteck, das sie extra für Lag BaOmer angelegt hatten. Denn Holz ist Mangelware und wird eifersüchtig gehütet. Andere warteten ungeduldig auf ihre Eltern, um das Feuer endlich anzünden zu können.
Meine Schwester und ich standen bei unserem Holzstapel, als unser Freund David herbeigelaufen kam. Er erzählte, dass einige Kinder gerade versuchten, ihr eigenes Feuer zu machen, aber Probleme dabei hätten. Es stellte sich heraus, dass diese Kinder behindert waren und in eine Sonderschule gingen.
Wir hatten uns bis dahin nicht sonderlich um diese Kinder gekümmert. Aber jetzt brauchten sie unsere Hilfe. Sofort beschlossen wir, die Kinder einzuladen, an unserem Lagerfeuer teilzunehmen.
Und es wurde ein wunderbares Lag BaOmer. Wir hatten eine Menge Spaß zusammen, und wir sahen, dass diese Kinder sehr glücklich waren. Ich glaube, das war mein schönstes Lag BaOmer.

Auch wir gehen in die Natur, aus organisatorischen Gründen aber nur in den Garten der Kultus­gemeinde in der Roten Straße. Dort feiern wir am 22. Mai ab 16 Uhr, grillen und sind glücklich. Um planen zu können (Zahl der Grills, Menge der Kohle), bitten wir um Mitteilung, wer mit wie vielen Personen kommt und was er oder sie mitbringen (Salate, Brot, Dessert ohne Milchprodukte, usw.).

Jom-ha-Sho‘a

Aber vorher, nämlich am kommenden Montag (2. Mai), erinnern sich alle Juden auf der Welt an die Folterungen und Massaker, die während der Shoah von den Nazis ausgehend in Deutschland, vielen Ländern Europas und sogar in Ländern außerhalb des alten Kontinents begangen wurden. Wir werden deshalb ab 19 Uhr eine Erinnerungsstunde am Mahnmal (Platz der ehemaligen Synagoge) halten. Zuerst werden einige Texte verlesen, die in den Konzentrationslagern geschrieben wurden, dann solche von Überlebenden. Zum Abschluss folgt ein kurzer zeremonieller Teil.

Jom ha-Sikaron und Jom ha-Azma‘ut

Zwei weitere Gedenktage stehen in diesem Jahr außerdem im Mai an: Zuerst Jom ha-Sikaron zur Erinnerung an die Gefallenen des Zahal (israelisches Militär) am 9. Mai und tags darauf Jom ha-Azma’ut, der Unabhängigkeitstag Israels.
Dazu heißt es bei Wikipedia: „Da das britische Mandat für Palästina am 14. Mai 1948, einem Freitag, um Mitternacht enden sollte, versammelte sich der Jüdische Nationalrat im Stadtmuseum von Tel Aviv um 16 Uhr noch vor Sonnenuntergang und damit vor Beginn des Sabbat. Unter einem Porträt des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor Herzl, verkündete David Ben Gurion in der Unabhängigkeitserklärung „kraft des natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des Beschlusses der UNO-Vollversammlung“ die Errichtung des Staates Israel. Elf Minuten später erkannten die Vereinigten Staaten von Amerika durch US-Präsident Harry S. Truman den neuen Staat an, die Sowjetunion folgte am 16. Mai. Der Jahrestag der Staatsgründung, Jom ha-Azma’ut, wird nach jüdischem Kalender am 5. Ijar gefeiert.“

Traurige Tage (Jom ha-Sho’a, Jom ha-Sikaron) sind immer auch eng verbunden mit fröhlichen Ereignissen (Jom ha-Azma’ut, Lag BaOmer) – wie im normalen Leben. Wir wollen in diesem Jahr die beiden Gedenk- und Feiertage gemeinsam begehen. Dazu treffen wir uns am Montag, 9. Mai, ab 18 Uhr in der Kultusgemeinde. Erst gedenken wir der Zahal-Gefallenen, dann feiern wir ab 19 Uhr den Israel-Tag. Wir bitten um pünktliches Erscheinen.

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